Vor
dem Heide-Park Soltau siedelte sich auf dessen Gelände der
Wildpark "Heidenhof" an. Der Wildpark "Heidenhof" war damit quasi die
Wiege des Heide-Park. Er wurde 1970 gegründet, also 8 Jahre vor
der Eröffnung des Heide-Park. Auf rund 550.000 qm Fläche
hatten in Deutschland einheimische Haus- und Wildttiere ihre Heimat
gefunden. 15 Hektar Wald des Wildparks wurden am 13.11.1972 durch einen
schwerer Sturm verwüstet und die Gehege zerstört. Die Tiere
erlitten dabei keinen Schaden aber ein großer Bestand an
über 100 Jahre alten Bäumen ging unwiederbringlich verloren.
Die ehemalige Besitzerin Maria Poth errichte danach neben den
verbliebenen Tiergehegen auch Spielanlagen. In einem Interview von 1973
berichtete Sie "wir sahen: Rutschen, Schaukeln, Holzgeräte,
Mensch-ärgere-dich-nicht-Freiluftspiel, Space Walk-Luftkissen und
eine von Hügeln eingebettete Minigolfanlage, sowie eine
Mini-Eisenbahn". Ebenfalls neu gebaut wurde das damalige Restaurant und
Hotel "Wolfsgrube". Dieses Gebäude ist bis heute erhalten
geblieben und wurde nach der Eröffnung des Heide-Park als
Restaurant "Heidenhof" und Verwaltungsgebäude benutzt. Es dient
seit 2003 als Service-Center und "Erste Hilfe-Station" im Heide-Park.
Trotz dieser Neuinvestitionen und des Ausbaus mit zusätzlichen
Aktivitäten litt der Wildpark "Heidenhof"ab dem Jahr 1975 an
Besuchermangel. So entschloss sich die ehemalige Besitzerin das
Grundstück im Jahre 1977 zu verkaufen. Herrn Tiemann erwarb das
Areal für rund 3,5 Millionen Euro (7 Millionen DM) und begann mit
dem Bau des Heide-Park. Ab 1983, beginnend mit dem Bau von Big Loop und
der Erschließung bzw. dem Ausbau des hinteren Parkteils, musste
der Wildpark fast jährlich den neuen Fahrattraktionen im
Heide-Park Stück für Stück weichen. Die Tiere des
Wildparks sind in andere zoologische Einrichtungen umgesiedelt worden.
Der Wildpark dehnte sich damals auf der Fläche von Big-Loop, dem
großen See, Colossos, der Seepferdchenbucht, der Riesenkrake, dem
Grottenblitz, der Märchen- und Kanalfahrt, dem Hallo-Spencer
Studio und dem Mountain-Rafting aus. Von Wildschweinen und Luchsen
über Rehe und Füchse bis hin zu Eseln, Ziegen, Kaninchen und
Greifvögeln war alles im Wildpark beheimatet was in Deutschland an
Haus- und Wildtieren heimisch war und konnte von den Besuchern des
Heide-Park kostenlos bestaunt werden. Seit dem Baubeginn von Coloss
Mitte 1999 ist nur noch ein Vogelkäfig und das Eingangsschild
hinter dem Grottenblitz und Mountain-Rafting als Andenken an den
Wildpark erhalten geblieben. Im Kaufvertrag von 1978 zwischen Herrn
Tiemann und dem ehemaligen Wildparkbesitzer ist festgesetzt worden,
dass immer ein Stück Wildpark, dessen Eingangsschild und ebenso
die "Heidenhof Kapelle" im heutigen Eingangsbereich, die unter
Denkmalschutz steht, erhalten bleiben müssen. |