Bei dieser Attraktion
treiben 23, als 5-sitzige Baumstämme gestalltete Boote, durch
einen mit Wasser gefüllten Kanal (600 m lang), wobei sie durch die
Strömung des Wassers angetrieben werden. Diese Bahn besitzt zwei
Abfahrten aus 3 und 14 m Höhe. Der Einstiegsbereich befindet sich
in einem Holzhaus, welches mit Fischereiutensilien, Kanus und
Strandkörben dekoriert ist. Der Einstieg in die Boote, die auf
einem Förderband ständig langsam fahren, erfolgt von einer
stehenden Fläche. Nach dem Verlassen des Haus fährt man eine
Kombination aus Rechts-Linkskurve und anschließend in einer
weiten Rechtskurve über einen Teil des Wildwasserbahnsee zum
ersten Aufzug. Dort wird man ca. 6 m in die Höhe gezogen um dann
nach dem Eintauchen in den Kanal in einer langgestreckten 180°
Linkskurve zur ersten Abfahrt zu gelangen, die ca. 3 Meter
beträgt. Danachg durchfährt man eine 90° Linkskurve mit
anschließender 90° Rechtskurve. Durch die dann folgende
180° Linkskurve gelangt man zum Beginn des Aufzug, der die Boote
auf 14 m Höhe transportiert. An der Spitze des großen Berg
angekommen geht es in freier Fahrt in den See. Dabei spritzt, zur
Freude der Zuschauer und zum "Leid" der Bootbesatzung, viel Wasser zur
Seite und auch ein wenig ins Boot. Nach dem Auslauf des großen
Berg geht es durch eine langgezogene 180° Rechtskurve wieder in das
Ein-/Ausstiegsgebäude zurück. Die erste Fotoanlage auf der
WEildwasserbahn I war links vom kleinen Berg installiert. Damals war es
noch ein "echtes" Fotosystem mit Film, bei der man während der
Fahrt einen Papierabschnitt mit der Fotonummer bekommen hat. Der
Mitarbeiter, der einem den Fotoabschnitt übereeicht hat, saß
in dem immer noch vorhandenen Haus vor der kleinen Abfahrt. Am Ausgang,
dort wo sich auch heute die Fotoausgabe befindet, konnte man diesen
Abschnitt abgeben und das Foto wurde einem dann nach Hause geschickt.
Ein vorheriges Ansehen wie heute bei den digitalen Anlagen war nicht
möglich. Anfang bis Mitte der 90iger Jahre wurde dann das erste
digitale Fotosystem installiert. Bis zum Saisonende 2001 wurde man
damit am Kurvenende, kurz vor dem Einstiegsgebäude, mit einer
Kamera des damaligen Sony-Digitalfotosystems fotografiert. Nachdem der
Heide-Park zu Beginn der Saison 2002 neue Fotoanlagen einer britischen
Firma (vormals Sony) bekommen hat, wird man jetzt während der
großen Abfahrt (unterstes Drittel) aufgenommen. Die Bilder gibt
es direkt am Ausgang der Wildwasserbahn in dem links gelegenen
Fotostand, der als eine Seite des kleinen Tunnels bei der Einfahrt in
das Gebäude dient. Die Bilder kosten wie überall im Park 5
Euro pro Stück und man kann sich seine Aufnahme auf mehreren
Monitoren vor dem Kauf ansehen. Eine wirklich schöne und lustige
Attraktion für die ganze Familie. Interessant ist die
Wasserleittechnik, die es trotz der zwei Aufzüge erlaubt, die
Anlage nur mit einer Pumpe zu betreiben. Die einzige Pumpe fördert
das Wasser in 6 m Höhe beim ersten Aufzug. Die erste Abfahrt (3 m)
fließt das komplette Wasser hinunter, was eine Seltenheit
darstellt, da ansonsten in Wildwasserbahnen nur "trockene" Abfahrten
hinuntergefahren wird, auf die aus reinen Effektgründen etwas
Wasser gepumpt wird. Bei der zweiten großen Abfahrt ist keine
Pumpe nötig, da bei dieser Anlage das Wasser aus dem Fahrkanal
beim Aufzugsbeginn in einen Schacht geleitet wird. Dieser leitet es
unter dem See hindurch bis zum Ende der Abfahrt, wo es wieder in den
Fahrkanal gelangt. Leider nagt der Zahn der Zeit schon etwas an den
Beton- und Felsmauern und auch der Wasserkanal zeigt schon
ausgebesserte Stellen. Eine Renovierung zum Aufbessern des optischen
Eindruck, auch was die pflanzliche Gestaltung angeht, wäre hier
angebracht. |